Vielfältigkeit der Anwälte

Nachdem was ich so gehört habe, war das Jurastudium schon immer sehr anspruchsvoll. Man muss ein kleines und ein großes Examen machen, um sich Anwalt nennen zu dürfen oder wie es im Fachjargon heißt: Volljurist.
Früher gab es meiner Meinung nach noch nicht so viele Bereiche, die ein Rechtsanwalt abdecken musste, aber heute gestaltet sich das schon deutlich schwieriger. Während des Studiums ist es deshalb mittlerweile üblich, einen Schwerpunkt festzulegen, so dass man sich direkt in einem Bereich spezialisiert.

Ich habe früher sehr gerne Matlock geguckt und eine Zeitlang hegte auch ich den Wunsch das Jurastudium zu absolvieren, aber mein Leben hat andere Bahnen eingeschlagen. Ich bin also kein Anwalt und ich glaube, man hat es als Anwalt heutzutage sehr schwer sein Brot zu verdienen. Ich denke, dass es zum einen darauf ankommt, welchen Schwerpunkt man hat und zum anderen vielleicht auch, ob man als Angestellter tätig ist oder als selbstständiger Rechtsanwalt.

Mittlerweile gibt es sehr viele Fachanwälte. Es gibt Rechtsanwälte für Familienrecht, Rechtsanwälte für das Arbeitsrecht, den Rechtsanwalt für Bankrecht und viele mehr. In den Hochburgen für Finanzmärkte sind natürlich Rechtsanwälte für Bankrecht tätig. Sie müssen sich genau auskennen mit dem Kapitalmarkt, mit Anlageformen und vielem mehr.

So findet man garantiert einen Rechtsanwalt für Bankrecht in Frankfurt ebenso wie in Berlin, in Köln und vielen weiteren Städten, wo die Wirtschaft gut und stabil ist. Mich persönlich würde ja mehr das Strafrecht reizen, denn mit Finanzen habe ich so gar nichts am Hut. Aber wenn man namenhafte Firmen vertritt – und da geht es oft um sehr hohe Geldbeträge – dementsprechend gut verdient man natürlich auch.

Vertrauen teuer bezahlt

Meine Freundin tut mir sehr leid und ich bin froh, dass sie und ihr Mann jetzt eine Lösung für ihr Problem gefunden haben. Sie haben dem Sohn eines Freundes als Finanzberater vertraut und diesem ihre Kredite zur Prüfung und evtl. auch Verbesserung durch eine Umschuldung überlassen. Dieser hat diesbezüglich auch seine Arbeit gemacht, aber meine Freunde haben einen Teil des Kleingedruckten scheinbar nicht gelesen und so stellte sich später heraus, dass sie mehr Zinsen als Abschläge zahlten und die Beiträge Jahr um Jahr anstiegen. Aber auch im Unglück fanden sie zumindest heraus, dass der Vertrag dieses Jahr ausläuft und sie nun neu abschließen können.

Bei einem Hauskredit muss man meist nach Ablauf von zehn oder 15 Jahren einen neuen Kredit aufnehmen um die weiteren Raten zu tilgen. Es empfiehlt sich generell vorab auf die Zinsen zu achten und bei höheren Zinsen eher eine kürzere Laufzeit zu wählen, denn desto eher kann man die Umschuldung teurer Kredite in Angriff nehmen.

Letzteres haben meine Freunde nun getan. Sie haben ja nicht nur einen Kredit sondern mehrere. All diese Kredite sollen nun zu einem und kostengünstigeren Kredit zusammengefasst werden. Ich bewundere sie dafür. Ich selber habe viel zu viel Respekt vor Krediten und hoffe, dass ich auch nie einen großen Kredit aufnehmen muss. Auch wenn es Versicherungen gibt die im Falle einer Zahlungsunfähigkeit einspringen, so möchte ich mich darauf nicht lassen. So komme ich auch nie in die Bredouille über die Umschuldung teurer Kredite nachdenken zu müssen. Auch wenn so ein Eigenheim sehr schön ist – ich selbst werde wohl mein Leben lang zur Miete wohnen wollen.

Ich banke online

Früher hatte ich meine Konten immer an meinem Wohnort. Ich fand es sinnvoll, immerhin hatte ich dann auch gleich einen Ansprechpartner, wenn ich irgendein Anliegen hatte. Allerdings habe ich diesen Service auch bezahlt und wenn das Geld mal knapp war, haben mich die teilweise recht hohen Kontoführungsgebühren schon geärgert. Dazu kam, dass ich immer seltener am Schalter war, vor allem als ich das Onlinebanking mit Kartenlesegerät und Pin für mich entdeckte.
Irgendwann zog ich dann in eine andere Stadt. Über mein Girokonto machte ich mir überhaupt keine Gedanken.

geld
Bild: internethdcmedia bei Flickr unter CC BY-SA 2.0

Irgendwann streikte allerdings mein Homebanking und als ich dann zu einer der Filialen ging, war guter Rat teuer – denn auch wenn die Banken gleich heißen, so können sie doch nicht alles und auf mein Konto zugreifen oder mir helfen konnte man dort nicht. Also rief ich ziemlich verzweifelt bei meiner Bank an. Dort konnte man mir auch telefonisch weiterhelfen und der Kundenbetreuer tat sogar noch mehr. Nachdem er hörte, dass ich nicht mehr vor Ort wohne und alle Geldgeschäfte von meinem Girokonto nur online erledigte, bot er mir an, mein Konto auf ein kostenloses Onlinekonto umzustellen. So konnte ich auch die Kontoführungsgebühren einsparen.

Mittlerweile wohne ich noch weiter von meiner Geburtsstadt weg, aber mein Girokonto befindet sich immer noch dort. Ich habe auch mal hier vor Ort beim gleichnamigen Kollegen nachgefragt, aber die Konditionen, die ich bei meiner Bank habe, werden mir hier nicht geboten. Da ich alles online oder auch an den Terminals erledigen kann und dennoch an allen Geldautomaten dieser Bank umsonst Geld abheben kann, sehe ich für mich kein Grund, mein Girokonto dort aufzugeben um eines vor Ort zu eröffnen, welches mich wieder Geld kostet für Leistungen, die ich nicht in Anspruch nehme.

Werbung noch gezielter einsetzen

Ich bin sehr gerne im Internet unterwegs und stöbere dort in Shops um zum Beispiel Preise zu vergleichen oder mich auch darüber zu informieren, was es so interessantes zu wissen gibt. Auf vielen Seiten stolpere ich immer wieder über stellenweise recht nervige Werbeeinblendungen.

Da frage ich mich manchmal, was den Seitenbetreiber dazu bewegt, penetrant blinkende Werbebanner einzubauen. Ebenso als Belästigung empfinde ich PopUp-Werbung, die dann das komplette Bild bedeckt. Klickt man die Werbung weg, wird sie in einem neuem Fenster nochmal geöffnet.
Glücklicherweise handhaben nicht alle ihre Werbestrategien so nervig. Mittlerweile sind manche Shopbesitzer sogar richtig clever und ich finde es beeindruckend, wie sie versuchen mich als Surfer davon zu überzeugen, bei ihnen einzukaufen. Diese Shopbetreiber setzen Adserver ein. Dabei handelt es sich um Server, auf denen ein Adserverprogramm läuft. Auf dem Server sind bestimmte Werbebanner hinterlegt. Ab dann wird es meiner Meinung nach richtig interessant, denn diese Werbebanner werden auf verschiedenen Webseiten hinterlegt. Mithilfe von Cookies, die fast jede Website beim Surfen auf dem Rechner hinterlegt, bekommt der vermeintlich interessierte Kunde auch auf anderen Seiten nun gezielte Werbung von dem Produkt eingeblendet, was er sich angeschaut hat.

Ich finde diese Idee ganz nett. Besser als Dinge zu sehen, die einen nicht interessieren ist es allemal und ob ich mich dann überzeugen lasse das Produkt zu kaufen, ist ja meine Sache. Werbetreibende können mit Hilfe dieser Adserver sehr viel besser Interessierte ansprechen und sparen so Streuverluste ein. Das Programm überwacht dabei, wie oft die Werbung eingeblendet wurde, wie oft sie angeklickt wurde und wie viele Käufe über die Nutzung dieser Banner generiert worden. Da dies zeitnah passiert, ist man als Shopbetreiber sehr schnell im Bild darüber, wie gut diese Art der Werbeverbreitung funktioniert.

Ab ins Grüne

Als ich das Haus von meinen Großeltern geerbt hatte, gab es in der Familie erst mal Diskussionen, ob wir es verkaufen oder selbst nutzen wollen. Die emotionale Bindung daran war bei mir natürlich am meisten ausgeprägt. Schließlich hingen viele schöne Erinnerungen an glückliche Kindheits- und Jugendtage daran.

Grüne Wiese
Bild von: Karsten Kulach bei Flickr unter CC BY-SA 2.0

Die Kinder fanden die Aussicht im eigenen Haus mit großem Garten zu wohnen auch klasse, nur der Gedanke, dann die Schule wechseln zu müssen, behagte ihnen nicht so sehr. Mein Mann monierte dagegen, dass 40 km Fahrweg zu unseren Arbeitsstellen dann unser finanzielles Budget ganz schön belasten würde. Außerdem lässt sich das Kulturangebot in der Stadt dann nicht mehr so spontan nutzen, wie wir dies jetzt häufig tun. Auch der Aufwand für die Kinder zum Sportverein bzw. zur Musikschule zu kommen, würde deutlich steigen. Aber die meinten, mit dem Bus oder Zug zu fahren würde ihnen nichts ausmachen. Wir könnten uns dann endlich auch einen Hund anschaffen und meine Tochter fragte schon mal wegen einem Pferd nach. Mein Mann ließ sich dann doch überzeugen, da wir die erhöhten Fahrkosten ja steuerlich geltend machen können und andererseits dann die doch recht erheblichen Mietkosten für unsere 120 qm Wohnung sparen. Also machten wir uns daran, das Haus für unsere Bedürfnisse herzurichten.

Da der Platz im Haus während der Renovierungsarbeiten begrenzt war, quartierten wir die Kinder in der Zeit ins Gartenhaus aus, welches meine Großeltern mal als Gästehaus errichtet hatten, welches aber zuletzt hauptsächlich als Lager und Unterstellmöglichkeit gedient hatte. Seit drei Monaten wohnen wir nun auf dem Lande und sind allesamt deutlich entspannter geworden.

Zurück in der Heimat

Beim letzten großen Familientreffen, anlässlich der goldenen Hochzeit meiner Eltern, begegnete ich nach über zwei Jahrzehnten meiner Cousine wieder. Als Kinder waren wir einander sehr verbunden und haben oft gemeinsam die Ferien bei den Großeltern verbracht. Beim Studium hatte sie sich dann bei ihrem Auslandssemester in einen Amerikaner verliebt und war in den USA geblieben. So war unser Kontakt irgendwann eingeschlafen und ich hörte immer mal durch ihren Bruder oder ihre Eltern, wie es so erging. Nach der Trennung von ihrem Mann vor drei Jahren war sie dann nach Deutschland zurückgekehrt. Da die beiden Kinder zu dem Zeitpunkt schon flügge waren, konnte sie diese Entscheidung ohne allzu schlechtes Gewissen treffen. Die beiden hatten ihr sogar zugeredet, da sie zunehmend bekommen hatten, dass ihre Mutter die alte Heimat schon sehr vermisst. Schließlich kann man heutzutage prima über das Internet Kontakt halten. Bei der nächsten Gelegenheit wollten sie sie besuchen kommen.

Sie erzählte mir, dass ihr die Umgewöhnung natürlich trotzdem schwer gefallen sei, aber dank der Unterstützung und Empfehlung eines Freundes hatte sie sehr schnell einen gut bezahlten Job bei der der DMS Logistik bekommen. Sie kümmert sich hauptsächlich um die Organisation von Firmenumzügen, was meistens eine sehr komplexe Angelegenheit ist und mit höchster Effizienz abgewickelt werden muss. Schließlich wollen die Firmen möglichst wenig Arbeitsausfall in Kauf nehmen müssen. Dafür muss im Vorfeld absolut detailgenau geplant und auch mal Spezialfahrzeuge bereitgestellt werden. Dies ist jedes Mal aufs Neue eine große Herausforderung, die sie aber gerne und mit Bravour meistert.

Das freute mich natürlich ungemein, dass sie so schnell und so gut wieder Fuß gefasst hatte. Für uns beide war klar, dass wir von nun an unseren Kontakt wieder intensivieren würden. Schließlich gibt es noch so viel zu erzählen.

Was für ein Stress

Ich bin echt froh, wenn dieses Theater endlich vorbei ist, denn so ein Umzug ist echt blanker Stress. Jeder ist ja in seinem Leben schon mal umgezogen und kennt die Hektik, das ewige Gesuche nach irgendwelchen Sachen, die dann schon in Kartons verstaut sind und das provisorische „Leben“.

Noch schlimmer als ein Privatumzug ist aber ein Firmenumzug. Ich habe bei meiner letzten Firma das Vergnügen gehabt, so etwas Mal im Kleinen zu erleben. Schon Wochen vorher fing das Packen an. Die Umzugsfirma kam und brachte Massenweise Kisten und Kartons. Auch wenn ich selber davon noch nicht betroffen war, so bekam ich doch die Unruhe mit, sowas lässt sich nicht vermeiden.

Büro
Bild: Peter Ehret bei Flickr unter CC BY-SA 2.0

Irgendwann kamen auch Kisten und Kartons in unserem Büro an. Während freier Minuten, in denen das Telefon mal nicht schellte und wir mal etwas Luft hatten, packten wir unsere Habseligkeiten ein. Einen Großteil dieser Sachen haben wir auch mit unseren Autos in das neue Bürogebäude gebracht, das Umzugsunternehmen für den Firmenumzug hatte lediglich die Aufgabe, die Möbel und großen Dinge zu transportieren. Natürlich kamen auch dort noch einige Kartons mit in den LKW.

Nachdem das Umzugsunternehmen alle Habseligkeiten im neuen Büro abgeladen hatte, ging der eigentliche Trubel los. Alle Möbel mussten aufgebaut und in die entsprechenden Büros gebracht werden. Die Möbelpacker haben uns Damen dabei sehr tatkräftig unterstützt. Bis zum späten Nachmittag wurde geräumt, gerückt, geschoben und vor allem durch die IT-Mitarbeiter die Arbeitsplätze wieder an den Server angeschlossen.
Mit einem Umzugsunternehmen hat man es bei einem Umzug sehr viel einfacher. Auch wenn wir bei unserem Firmenumzug vieles in Eigenleistung erbracht haben, die schwierigsten Sachen, hat das Umzugsunternehmen erledigt und wenn man es möchte, übernimmt so eine Firma sogar das Packen.

Allen Leuten recht getan…

Als Viel- und Gernseher stört es mich überhaupt nicht, dass ich für die öffentlich-rechtlichen Angebote Rundfunkgebühren entrichten muss. Mit dieser Meinung stehe zum Teil aber ziemlich alleine da. Als nun die GEZ-Gebührenreform ins Haus stand, habe ich schnell feststellen können, dass sich da für mich gar nichts ändert. Ich sage den Gebühren-Meckerern augenzwinkernd auch immer gern, dass ich für sie mit gucke. Als ausgemachter Tatort-Fan, sehe ich mir gern alte Fälle in den Dritten an und finde auch das sonstige Spielfilmangebot, Dokumentionen und Informationssendungen sehr sehenswert.

Vor allem empfinde ich es als sehr wohltuend, nicht durch ständige Werbeblöcke aus dem Zusammenhang gerissen zu werden. Irgendwie muss das ja bezahlt werden und dafür werden die Rundfunkgebühren erhoben. Mir ist schon klar, dass ein großer Teil davon in Verwaltungs- und Personalkosten fließt, aber das gehört ja nun Mal dazu. Ohne Mitarbeiter lässt sich kein Programm machen und diese müssen entlohnt werden. Als ich letztens mal wieder mit einer Freundin auf dieses Thema zu sprechen kam, war diese sehr erbost. Grundsätzlich pflichtete sie mir ja bei, aber als Fuhrunternehmer müssen sie und ihr Mann künftig deutlich mehr zahlen und zeigte mir den Ausdruck vom GEZ-Gebührenrechner.

Da musste ich allerdings beipflichten. Die Branche hat ohnehin schon mit enormen Kostendruck, Auflagen und der Billigkonkurrenz aus Osteuropa zu kämpfen. Die anfallenden Mautgebühren schlagen ebenso heftig ins Kontor und die Mitarbeiter wollen auch anständig bezahlt werden. Das sind zwar alles Betriebsausgaben, aber die müssen eben auch erst mal erwirtschaftet werden und das wird immer schwieriger. Da kann ich den Ärger über die nun auch gestiegenen Rundfunkgebühren sehr gut verstehen.

Urlaubsstart mit Hindernissen

Der letzte Urlaub ist schon eine Weile her. So stressig wie er gestartet ist hätte ich nie geglaubt, dass wir überhaupt wegkommen, geschweige denn, dass der Urlaub schön werden würde, aber genau das war der Fall. Doch bevor ich relaxen und abschalten konnte, hatten wir eine Menge Stress.
Wer mit Kindern und einem Hund verreist oder verreisen möchte, sollte sich vorher jede Menge Drahtseile zulegen, die dann als Nerven dienen. Das nur mal am Rande. Hier zu Hause ging es zu wie im Tollhaus. Die Kinder waren mehr als nur aufgeregt, tobten und grölten schon Tage vorher lauthals herum und der Hund ließ sich von der Hektik natürlich anstecken und sprang ebenfalls wie ein aufgeregter Flummi vor unseren Füßen herum.

Reifen prüfen vor der Urlaubsreise / Sicher fahren und Sprit sparen mit Nokian-Öko-Reifenn
Picture by: dr_falk_koehler_pr bei Flickr unter CC BY-SA 2.0

Wir Erwachsenen durften die Wäsche waschen, die Koffer entstauben, Listen anfertigen, was wir alles brauchen würden und nebenbei die wilde Horde bändigen. Als am Abend vor der Abreise die Kinder endlich im Bett verschwunden waren und wir das Auto beladen hatten, fiel ich einfach nur noch kaputt ins Bett.
Am nächsten Morgen, nachdem alle soweit Abfahrtbereit waren, kam der erste Schock. Das Auto hatte einen Platten. Völlig fassungslos starrte ich auf den Plattfuß, während mein Lebensgefährte schon anfing, das Auto wieder zu entladen und nebenbei in einer Autowerkstatt anrief, um uns dort schnellstmöglich helfen zu lassen.

Die Kinder waren am Heulen, der Hund schloss sich den Klaggesängen an und ich merkte schon, dass sich ein dröhnender Kopfschmerz ankündigte. Die Autowerkstatt in Essen war nur wenige Kilometer entfernt und es dauerte auch nicht lange, als jemand kam um sich den Schaden anzusehen. Wir hatten uns etwas in den Reifen gefahren. Der Mann aus der Autowerkstatt hatte jedoch zuvor unseren Autotypen erfragt und einen neuen Reifen auf Felge mitgebracht. Ein Ersatzrad hätte uns ja nichts genutzt. Mit einigen Stunden Verspätung konnten wir aber dann endlich starten. Die Kinder halfen bereitwillig beim Beladen mit und so waren wir, wenn auch später, aber dennoch zufrieden unterwegs in unseren Familienurlaub.

Geistige Fitness

Meine mittlerweile betagten Eltern sind richtige Geistes-Sport-Fans. Schach, Kreuzworträtsel und Sodoku halten schließlich auch das Gehirn auf Trapp. Immer wieder verblüffen sie mich mit ihrem hohen Allgemeinwissen und analytisch-logischen Schlussfolgerungen, wenn es Probleme zu lösen gilt. Da erlebe ich in meinem sonstigen persönlichen Umfeld ganz andere Sachen, was natürlich für mich ein zusätzlicher Ansporn ist, meinen Eltern nachzueifern und mich eben auch bewusst geistig fit zu halten. Nicht immer ist das im Alltag mit Familie und Beruf konsequent durchzuhalten.

Focus on Sodoku
Ein klasse Bild von: Leighgion bei Flickr unter CC BY-SA 2.0

Zum Beispiel versuche ich grundsätzlich, wenn mir ein unbekannter Begriff begegnet, diesen nach zu recherchieren. Auf diese Weise erweitert sich mein Horizont automatisch, weil ich mich dann auch in das jeweilige Thema vertiefe, zu dem der unbekannte Begriff gehört. Das erhöht natürlich deutlich meine Gesprächsmöglichkeiten in geselligen Runden. Mit einem Netzwerkadministrator kann ich mich genauso gut über Xenpak, Transceiver oder Cisco Switch austauschen wie mit Medizinern über neue Entwicklungen bei Behandlungsmethoden und Arzneimitteln oder mit einer Ernährungsberaterin über Diätvarianten. Womit ich mich ein bisschen schwer tue, sind die sogenannten seichten Themen, also Klatsch und Tratsch aus dem Boulevard, weil ich dafür nun mal so gar kein Interesse aufbringen kann.

Aber meistens findet sich jemand, dem das genauso geht und mit dem man dann auch schnell ein anspruchsvolleres Thema findet. Dabei kann es dann auch ruhig um Haus- und Gartentipps gehen, weil diese Themen betreffen ja nun jeden irgendwie persönlich. Da habe ich auch schon des Öfteren von den Erfahrungen und Anregungen anderer profitiert. Insgesamt finde ich es sehr spannend und bereichernd, bei möglichst vielen Themen ein Wörtchen mitreden zu können.